| 1915 |
Carl Unger
wird am 24. August in Wolframitzkirchen* bei Znaim (Mähren, k.k. Österreich) geboren. (* heute hat dieser Ort den Namen Olbramkostel) Der Vater, Bmstr. Leopold Unger, ist Bauleiter bei der Baufirma Pittel+Brausewetter. |
| 1917 | Die Familie übersiedelt nach Tyrnau, Westslowakei |
| 1925 | Im Alter von zehn Jahren kommt er nach Wien. Den Vorstellungen seines Vaters entsprechend, soll der Sohn Bauingenieur oder Architekt werden. Der aber zieht es vor, in die Akademie der bildenden Künste einzutreten, wo er zunächst 1934 (noch vor der Matura) den Abendakt bei C. Martin besucht |
| 1935 - 39 | Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse Herbert Boeckl |
| 1939 | Einberufung zum Militärdienst im Burgenland. |
| 1943 | Heirat mit Maria Boeckl (Tochter des Malers Herbert Boeckl), Kinder: Felix, Johanna, Clemens. |
| 1945 | Läßt sich nach Kriegsende in Kärnten nieder. |
| 1947 | Beginn der Lehrtätigkeit an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, wird Gründungsmitglied des Art-Club in Wien und beteiligt sich an diversen Ausstellungen. |
| 1949 | Wohnsitz in Purkersdorf bei Wien. Landschaftsbilder aus der Umgebung. |
| 1950 | Übernahme der Leitung einer Klasse für das Studium der menschlichen Gestalt an der Akademie für angewandte Kunst. Bezug eines Ateliers in der Wiener Böcklinstraße. Österreichischer Staatspreis für Malerei. |
| 1951 | Deckengemälde für den Österreich-Pavillon auf der 9. Triennale in Mailand. Erste Serie der Attersee- Landschaften. |
| 1952 | Besuch von Léger und Zadkine in Paris und in der Folge Teilnahme an internationalen Ausstellungen. |
| 1954 | Beteiligung an der Biennale in Venedig. |
| 1957 | Sommer in Sanary (Südfrankreich). |
| 1959 | Preis der Stadt Wien für Malerei. Entwürfe für die Decke des Neuen Festspielhauses in Salzburg sowie für Holzintarsien. |
| 1960 | Beteiligung an der Ausstellung "Art from Austria" in London, schafft eine Holzintarsienwand für die 11. Triennale in Mailand, Studienreisen u.a. nach Belgien und Griechenland. Tod des Vaters. |
| 1963 | Beschäftigung mit dem Thema "Flug", Beendigung eines Altarmosaiks "Himmlisches Jerusalem" für eine von Architekt Clemens Holzmeister gebaute Kirche in Wien 10, Puchsbaumplatz |
| 1967 | Reise in den Orient über Ägypten, Kuwait, Irak, Syrien, Persien, Jordanien, Israel, Türkei und Griechenland. |
| 1968 | Zahlreiche Studienreisen und Ausstellungen im Ausland. Kommissar für den Österreich-Beitrag an der XI. Biennale in Sao Paulo. |
| 1971 - 75 | Rektor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. |
| 1973 | und in den folgenden Jahren entstehen im Sommeratelier in Schörfling am Attersee weitere Serien von Attersee - Landschaften. |
| 1978 | Retrospektive im Österreichischen Museum für angewandte Kunst in Wien. |
| 1982 | Einzelausstellung in der Albertina mit Zeichnungen und Aquarellen. |
| 1985 | Emeritierung, verbunden mit einer umfassenden Ausstellung seiner Meisterklasse für Malerei im Wiener Museum für angewandte Kunst, als Bilanz seiner Hochschultätigkeit. |
| 1986 - 87 | Fertigstellung mehrerer Betonglasfenster in der Pfarre Maria Namen in Wien 16, Hasnerstr. 11 |
| 1987 | Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold. |
| 1988 | Filmdokumentation durch Wilhelm Gaube für das Museum des 20. Jahrhunderts in Wien über die einzelnen Abschnitte seiner Arbeit. |
| 1989 | Retrospektivausstellung mit Bildern von 1947 - 1988 im Grazer Künstlerhaus, veranstaltet von der Neuen Galerie am Joanneum |
| 1991 | Erkrankung seiner Frau Maria. |
| 1992 | Ausstellung von Ölbildern und Aquarellen in der Galerie Welz, Salzburg. |
| 1993 | Verleihung des Päpstlichen Silvester-Ordens. |
| 1995 | Verleihung
des Großen Verdienstkreuzes der Republik Österreich. Carl Unger stirbt am 21. Dezember in Wien. |